Antworten auf die Fragen, die zuerst kommen
Was passiert mit den Mitarbeitern? Bleibt der Name? Kann ich den Betriebshof behalten? Wie wird ein Mietbestand bewertet? Hier stehen die Antworten – auch die unbequemen.
Muss ich bereits endgültig verkaufen wollen?
Nein. Ein großer Teil unserer Gespräche findet Jahre vor einer tatsächlichen Übergabe statt. Wer zwei bis fünf Jahre Vorlauf hat, kann Abhängigkeiten vom Inhaber abbauen, Preise anpassen und die Dokumentation ordnen – all das wirkt sich unmittelbar auf den erzielbaren Preis aus.
Bleibt meine Anfrage vertraulich?
Ja. Es gibt keine öffentliche Verkaufsanzeige, keinen Eintrag in einer Unternehmensbörse und keine Weitergabe Ihrer Unterlagen an Dritte. Vor dem Austausch sensibler Informationen kann eine Vertraulichkeitsvereinbarung geschlossen werden. Standortbesichtigungen lassen sich außerhalb der Geschäftszeiten legen.
Sind Sie Käufer oder Makler?
Käufer. Wir vermitteln nicht und erheben keine Provision. Sie sprechen von Anfang an mit der Person, die die Entscheidung verantwortet – und nicht mit einem Berater, der Ihr Unternehmen anschließend an eine Liste von Interessenten weiterreicht.
Welche Unternehmen suchen Sie?
Etablierte, inhabergeführte Vermiet- und Serviceunternehmen aus dem Bereich mobile und temporäre Infrastruktur. Der Schwerpunkt liegt auf mobilen WC-Anlagen, Sanitärcontainern und dem dazugehörigen Service; ergänzend suchen wir Containervermietung, Bauzaun, Baustellen- und Eventinfrastruktur sowie mobile Energie- und Wasserversorgung. Zum vollständigen Suchprofil
Sind reine WC-Vermieter interessant?
Ausdrücklich ja – das ist unser Kernbereich. Ein Betrieb, der ausschließlich mobile Toilettenkabinen vermietet und selbst serviciert, ist für uns genauso interessant wie ein breit aufgestellter Infrastrukturvermieter. Entscheidend sind Tourendichte, Auslastung und Kundenstruktur, nicht die Sortimentsbreite.
Sind Sanitärcontainervermieter interessant?
Ja. WC-, Dusch-, Wasch- und Kombicontainer gehören zum Kern unseres Suchprofils – insbesondere in Verbindung mit einem eigenen Servicebetrieb und langfristigen Aufstellungen bei Bau- und Industriekunden.
Sind Containervermieter interessant?
Ja. Büro-, Aufenthalts-, Mannschafts-, Umkleide- und Lagercontainer passen unmittelbar zum Kern: Derselbe Baustellenkunde benötigt häufig WC, Dusche, Umkleide, Büro und Aufenthaltsraum in einem Aufwasch.
Sind Bauzaunvermieter interessant?
Ja, als angrenzender Bereich. Bauzaun und Absperrung bedienen dieselben Kunden und dieselben Einsatzorte wie mobile Sanitäranlagen. Besonders interessant sind solche Betriebe dort, wo wir bereits einen Sanitärbetrieb in der Region haben oder aufbauen.
Wie wird mein Unternehmen bewertet?
Nicht nach Stückzahlen, sondern danach, was der Bestand erwirtschaftet. Betrachtet werden Mietbestand, Auslastung, Tourendichte, Kundenstruktur, Serviceumsatz, Fuhrpark, Mitarbeiter und Standort. Zur Bewertungsseite
Wie werden WC-Kabinen bewertet?
Nicht zum Neupreis und nicht zum Buchwert. Bewertet werden Hersteller, Baujahr, Zustand, Ersatzteilversorgung und vor allem die Frage, wie viele Tage im Jahr eine Kabine tatsächlich vermietet ist und welchen Serviceumsatz sie erzeugt.
Wie werden Sanitärcontainer bewertet?
Ähnlich, aber mit stärkerem Gewicht auf Ausstattung und Mietdauer: Container stehen in der Regel länger, erzielen höhere Monatsmieten und binden mehr Kapital. Zustand von Sanitärtechnik, Boiler, Pumpen und Elektrik spielt hier eine deutlich größere Rolle als bei einfachen Kabinen.
Wie wichtig ist die Tourendichte?
Sehr wichtig – sie ist häufig der stärkste Ertragshebel. Ob ein Servicewagen am Tag 20 oder 40 Einheiten schafft, entscheidet über die Marge, obwohl die Mietpreise dieselben sein können. Deshalb schauen wir früh auf Servicestopps je Tour und Kilometer je Servicepunkt. Mehr dazu im Ratgeber
Was passiert mit meinen Mitarbeitern?
Fahrer, Servicekräfte und Disponenten sind einer der Hauptgründe für eine Übernahme. Wer eine Tour beherrscht, die Kunden kennt und die passenden Führerscheine hat, ist am Markt kaum zu bekommen. Arbeitsverhältnisse gehen bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB grundsätzlich auf den Erwerber über.
Bleibt mein Firmenname erhalten?
In der Regel ja. Ein regional bekannter Name ist ein realer Vermögenswert: Bauunternehmen, Kommunen und Stammkunden bestellen bei dem Namen, den sie seit Jahren kennen. Eine sofortige Umbenennung ist nicht unser Ziel. Üblich ist ein Zusatz wie „Ein Unternehmen der Gruppe“.
Kann ich nach dem Verkauf weiterarbeiten?
Ja. Eine Weiterbeschäftigung als Geschäftsführer, Berater oder im Vertrieb ist üblich und wird vertraglich geregelt – inklusive Umfang, Vergütung und Ende. Manche Unternehmer steigen vollständig aus, andere begleiten den Betrieb noch Jahre.
Kann ich den Betriebshof behalten?
Ja. Viele Unternehmer behalten Grundstück und Halle als Altersvorsorge und vermieten langfristig an das Unternehmen. Das hat einen zusätzlichen Vorteil: Der Kaufpreis für den Betrieb muss keine Immobilie mitfinanzieren, was den Verkauf für beide Seiten einfacher macht. Mehr dazu
Kann ich die Immobilie mitverkaufen?
Auch das ist möglich. Betrieb und Standort werden dann gemeinsam übertragen. Gerade bei Betriebshöfen mit Reinigungsplatz, Wasseranschluss und Entwässerung ist das oft die einfachere Lösung, weil der Standort für den Betrieb schwer zu ersetzen ist.
Was passiert mit finanzierten Fahrzeugen?
Finanzierungen, Leasing- und Mietkaufverträge für Servicefahrzeuge werden in der Prüfung erfasst und im Kaufvertrag geregelt – entweder durch Übernahme oder durch Ablösung. Das ist Routine und in aller Regel kein Hindernis.
Ist ein älterer Mietbestand problematisch?
Nein. Kabinen, Container und Fahrzeuge haben ein Alter, und Ersatzinvestitionen gehören zu diesem Geschäft. Ein Investitionsstau senkt den Kaufpreis, ist aber kein Ausschlusskriterium – entscheidend bleibt, ob der Betrieb im Kern funktioniert.
Kann ich einzelne Standorte verkaufen?
Ja. Auch einzelne Niederlassungen oder abgrenzbare Geschäftsbereiche können geprüft werden. Die saubere Abgrenzung von Bestand, Personal und Kunden ist dabei der entscheidende Punkt und wird gemeinsam definiert.
Wie lange dauert ein Verkauf?
Von der ersten Anfrage bis zum Vertrag vergehen typischerweise vier bis zwölf Monate – abhängig davon, wie schnell Unterlagen verfügbar sind und wie viel Zeit Sie sich nehmen möchten. Die Übergabe selbst läuft anschließend über Wochen bis Jahre, je nach vereinbartem Modell. Zum Ablauf
Welche Unterlagen werden benötigt?
Für ein erstes Gespräch keine. Für eine belastbare Einschätzung sind Jahresabschlüsse, aktuelle BWA, Bestandsliste, Auslastungsübersicht, Kundenliste, Tourenübersicht, Mitarbeiter- und Fahrzeugliste hilfreich. Die vollständige Liste
Was kostet mich eine Anfrage?
Nichts. Wir treten als Käufer auf und erheben keine Vermittlungsprovision. Eine erste Einschätzung ist kostenfrei. Kosten für Ihren Steuerberater, Ihren Anwalt und den Notar entstehen im weiteren Verlauf wie bei jedem Unternehmensverkauf.
Ihre Frage war nicht dabei?
Stellen Sie sie direkt. Ein kurzes Telefonat klärt oft mehr als eine lange Seite Text – und verpflichtet zu nichts.
